Sonntag, 19. Juli 2009

Abfahrtstag :(

Zuerst muessen wir mal zurueck in den Suedwesten Islands fahren, dort liegt der Flughafen! Wir fahren nochmal an Reykjavik vorbei, doch Halten und die restliche Zeit bis zum Abflug geniessen, wollen wir woanders. Die 'Blaue Lagune' ist unsere Hauptattraktion an diesem Tag! Nochmal ein wenig pampern bevor es in den Flieger geht :)

Von all den den Schwefelbaedern, die wir in Island besucht haben ist die Blaue Lagune, die bekannteste und kommerzialisierteste. Tourbusse steuern diese Bad direkt vom Flughafen oder von Reykjavik aus mehrmals am Tag an. Aber dennoch, es gefaellt uns. Und wir sind praechtig entspannt! Sogar Martin schmiert sich ne Schlammaske ins Gesicht!

Und dann ist es Zeit zum Flughafen zu fahren, natuerlich nochmal den Wagen auftanken und auch die ueberbleibenden Vogel-Blut-Spuren an einer Waschstation beseitigen. Den Wagen duerfen wir einfach auf dem Langzeitparkplatz abstellen, denn Ragnar (Auto Verleih) ist heute mit Autorennen beschaeftigt, ein irisches Fernsehteam will in einem seiner Wagen fahren...

Auf dem Flug nach Frankfurt werde ich hibbliger und kribbliger. Wie es wohl sein wird wieder nach Hause zu kommen? 2 Jahre war ich schon nicht mehr daheim - wie sich wohl alles veraendert hat?

So kann ich es kaum erwarten das Gepaeck aufzusammeln und raus in die Wartehalle zu stuermen, wo natuerlich Mama und Papa warten und ueberraschenderweise auch Jan (auch zur Ueberraschung meiner Eltern)! Was ein Empfang!

Samstag, 18. Juli 2009

Meine Guete, schon der vorletzte Tag in Island! Da das naechste Reiseziel Deutschland ist, bin ich natuerlich nicht traurig, dass es weiter geht, aber die Urlaubszeit vergeht doch recht schnell. Mehr als die Haelfe der 3 Monate sind schon rum! Gut, andererseits stellen die verlbleibenden Wochen immer noch mehr Reisezeit dar, als ein normal uebliche Urlaubsreise.

Fuer diesen vorletzten Tag schlage ich vor mal zu den Puffins (Papageientaucher) zu fahren! Der Reisefuehrer beschreibt die Vogelkippen am Latrabjerg im Nordwesten Island als ein Papageientaucherparadies - angeblich kann man bis auf 1 Meter nah an sie herankommen! Jaaa, da will ich hin!

Martin steigt bereitwillig in das Auto ein und ist sich noch nicht ganz im klaren wo denn der Latrabjerg ist. Als er das volle Ausmass der Strecke erkennt erklaert er mich fuer verrueckt, vor allem diese lange Strecke am vorletzten Tag anzugehen... Aber no risk - no Puffin!

OK, es zugegebenerweise ist die Strecke lang - sehr lang, die Hinfahrt ist ca 270 km lang und es geht nicht wirklich schnell vorwaerts sepentinen, teilweise unbefestigte Strasse und Steigungen bis zu 20%.

Fahrtimpressionen zum Latrabjerg


Bloss nicht zuweit rechts fahren


Das sieht ja bade-einladend aus!


Und dann haben wir es geschafft, wir sind am westlichsten Punkt Islands! Ok, und wo sind nun die Puffins?


Westlichster Punkt Island


Da sind sie ja!!


Diese Felsen sind ihr Zuhause


Flower Puffin

Man koennte hier Stunden, Tage, Wochen verbringen! Warum ist das auch schon der letzte Abend in Island? Es hlift nichts - uns bleibt nicht viel Zeit zum Puffinschauen, wir muessen uns bald auch schonb wieder auf die Heimreise machen, um nicht alles am naechsten Tag zurueckfahren zu muessen (Nachmittags geht der Flieger!). Also, alles wieder zurueck. Etwas beunruhigend ist die Tanknadel, die immer mehr Richtung E(mpty) zeigt und noch beunruhigender ist das aufleuchtende Tanksymbol! Zum Glueck kommen wir einige Kilometer spaeter an einer kleinen Tankstelle vorbei, die von einem etwas aelteren Herrn betrieben wird. Er freut sich riesig endlich mal Besuch zu kommen und erzaehlt mir, dass er schonmal in Nuernberg war, und zeigt mir sein Andenken etc. Er wollte uns eigentlich gar nicht so schnell wieder gehen lassen, aber wir haben ja noch eine lange Fahrt vor uns!

Den naechsten kleinen Halt legen wir in Brjánslækur ein, denn von dort kann man mit der Faehre nach Stykkisholmur ueberfahren was uns eine Menge Fahrt km erspart. Zeitersparnis gibt es icht soviel, denn die Faehre braucht ihre Zeit und auch kostet sie recht ordentlich. Wir ueberlegen hin und her und entscheiden uns zur Fahrt mit dem Auto. Und die Fahrt geht auch ganz gut voran! Unser Ziel ist es wieder zurueck nach Búðardalur zu kommen, das waere ein guter Ausgangspunkt fuer die Fahrt zum Flughafen.

Auf halber Strecke halten wir auf einen kleinen Abendsnack, ich parke das Auto direkt vor der Fensterscheibe eines Restaurants. Ich nehme wahr, dass die Restaurantbesucher auf mein Auto starren und lachen. Was ist denn nu so komisch? Ich steige aus und schaue die Autofront an und ich sehe einen toten Vogel am Kuehler stecken... Oh wie peinlich! Nagut, ihn jetzt herauszuzuiehen ist auch doof, so lass ich ihn mal stecken und bewege mich schnell ins Gebaeude... Wir gabeln ein wenig Wegverzehrung auf und machen uns weiter mit unserer neuen Kuehlerfigur. Auf der weiteren Fahrt hat dann der Fahrtwind den Vogel befreit, denn als wir in Búðardalur angekommen sind waren nur noch Blutreste zu sehen!

Leider ist in Búðardalur kein Platz mehr fuer uns und wir muessen weiterfahren! Auch bei der naechsten Unterkuntsmoeglichkeit 40 km weiter, gibt es kein Platz mehr fuer uns. Aber man hat einen Vorschlag fuer uns, und einen Anruf spaeter haben wir eine Reservierung fuer eine Unterkunft in Bifröst, einer Universitaetstadt! Ich glaube ausser der Uni gab es da auch ncihts anderes, und da gerade Ferien sind, sah alles mehr nach Geisterstadt aus. Unsere Unterkunft ist ein Zimmer im Studiwohnheim, dass zu einem Sommerhotel umfunktioniert ist.

Das ganz ist so der merkwuerdigste Ort, den wir in ganz Island gesehen haben!

Blick aus dem Studiwohnheim

Was ein langer Autofahrtag! Aber es hat sich definitiv gelohnt, dass findet auch der MaArtin!

Freitag, 17. Juli 2009

Erkundung der Snæfellsnes Halbinsel: Wir starten in Stykisholmur im Nord-Osten und fahren ueber Olafsvik in den west- und suedlichen Teil der Halbinsel. Im Mittelpunkt steht immer der Berg Snæfellsjökull (zu deutsch Schneeberggletscher), ein wahres Prachtobjekt an dem man sich nicht satt sehen kann. Jules Verne war von diesem Berg auch sehr angetan und benutzte ihn zum Einstiegspunkt in die Unterwelt, in seinem Roman "Reise zum Mittelpunkt der Erde".

Auf der Fahrt gibt es allerhand zu bestaunen:


Vogelauflauf mit dem Snæfellsjökull im Hintergund


Ueberreste eines Wal Schaedels


Leuchtturm


Vulkane (Vatnsborg)


Snæfellsjökull


Meinen neuen Island Pullunder


Tolle Landschaft (Hellnar)

Fuer die Nacht lassen wir uns in Búðardalur nieder. Praktischerweise ist unsere Herberge auch gleich ein Pizzeria, da muessen wir nciht lang nach Essensmoeglichkeiten schauen!


Die Vorzuege der Westkueste

Donnerstag, 16. Juli 2009

Generell wollen wir als naechstes den Westen erkunden, um dahin zu kommen gibt es mehrere Moeglichkeiten, wir wollen nochmal ein wenig Inland fahren...

Also tauschen wir gruense saftige Wiesen mit grau-schwarzen Steinen/Sand ein und begeben uns auf eine Fahrt durch das Kaldidalur Tal (Route 550)


Wir starten im Gruenen

Das Kaldidalur Tal:





Und am Ende sidn wir wieder im Gruenen, bei den Wasserfaellen Hraunfossar und Barnafoss


Wasserfall Hraunfossar


Wasserfall Barnafoss

Baranfoss heisst uebersetzt “Kinderwasserfall”, denn laut einer alten Sage sind Kinder von einer Steinbruecke in den Fluss abgestuerzt und nie wieder aufgetaucht. Daraufhin ließ die Mutter den Steinbogen zerstören, damit sich eine ähnliche Tragödie nicht mehr ereignen kann.

Die islanedischen Geschichten und Sagen sind nichts fuer zartbeseitete...

In Borgarnes, unserem naechsten Halt, gibt es auch wieder viel ueber blutruenstige Sagen zu erfahren. Im Mittelpunkt des Geschehens steht der blutruenstige Egill, der seinen ersten Mord im Alter von 7 Jahren beging.


Borgarnes

Mit derm Erreichen Borgarnes laeuten wir dann unser naechstes Kapitel ein - Westisland! Wir beginnen mit der Snaefellsnes Peninsula. Fuer den heutigen Tag setzen wir uns Stykkisholmur (im Norden der Halbinsel)als Tagesziel, von dort aus wollen wir dann die Westkueste erforschen.


Auf dem Weg von Borgarnes nach Stykkishólmur


Stykkishólmur


Leuchtturm von Stykkishólmur

In Stykkishólmur lassen wir den Tag ausklingen, zur Erholung besuchen wir mal wieder ein Schwimmbad! Schwimmbaeder ohne Chlor sind echt ein Traum, dass muessen wir ausnutzen!

Mittwoch, 15. Juli 2009

Unsere ersten Eindrueck vom neuen Auto (Grand Vitara) sind sehr gut! Sehr komfortabel, vor allem dank der 5 Tueren (und alle lassen sich problemlos oeffnen ;)

Erster Stopp des Tages ist Glaumbær, ein Museumshof aus Torfhaeusern aus dem 19. Jahrhundert.



Neben diesem Schauplatz liegt das Cafe Askaffi, in dem es sensationell gute Kuchen gibt! Meine Wahl war der Skyrkuchen, eine Arte Kaesekuchen, der aus Skyr gemacht wird. Sooooo zart und soooo fein :)

Naechster Halt ist Blönduós, einem 700 Einwohner Ort an der slands Nordkueste. Wir beratschlagen uns, ob wir noch weiter den Norden erforschen oder ob wir durchs Inland gen Sueden aufbrechen. Diese Strecke (die Kjölur Route) wollen wir aufjedenfall bereisen, die Frage ist ob denn die Zeit schon zu fortgeschritten ist fuer diesen Tag, unterwegs gibt es so gut wie keine Unterkunftmoeglichkeiten (es gibt einige wenige Huetten).

Wir probieren es mit der Kjölur Route!

Also los auf die 160 km lange Strecke von Blönduós nach Haukadalur:



Auf den ersten Kilometern kommen wir fantastisch gut voran, flach und feiner sanfter Strassenbelag.



Das aendert sich dann aber! Es wir huegliger und holpriger:



Nach ca 80 km erreichen wir unseren kleinen Badestopp: Hveravellir. Hier gibt es heisse Quellen und man hat einen kleinen Badepool errichtet. Aber erstmal schauen wir uns die Umgebung an. Es gibt einige Boodenaktivitaeten zu bestaunen:





Es gibt auch prima Versteckmoeglichkeiten - wobei man in der Abgelegenheit des Ortes schon ans sich ein gutes Versteck hat!



Und dann ist es Badezeit - raus aus den Kleidern - einmal vom Auto zum Pool rennen und im warmen Wasser wieder aufwaermen.




Baden macht hungrig - wie gut das noch ein Stueck Apfelkuchen da ist!

Die weiteren 80 km vergehen problemlos - und die Landschaft zeigt immer mehr wunderschoene Berge auf.




Das neue Gefaehrt

Bei der Unterkunftssuche greifen wir auf alt bewaehrtes zurueck: wir steuern die Unterkunft in Reykholt an, in der wir an Tag 1 unseres Roadtrips genaechtigt haben (die mit den Babykatzen)! Wir fuehlen uns schon wie die Profis - als ob wir schon ewigkeiten durch Island reisen! Wir besuchen sogar nochmal das selbe Restaurant (gut, es gibt nicht wirklich viel mehr Auswahl :)

Dienstag, 14. Juli 2009

Nur wenige km von Laugar entfernt liegt der Godafoss, der Goetterwasserfall!


Godafoss

Naechster Halt: Akureyri. Mit 17.253 Einwohner, die 2. groesste Stadt Islands. Hier gibt es sogar Parkplaetze fuer die man Parkuhren braucht. Sowas haben wir natuerlich nicht im Auto. Nagut, dann male ich mir halt eine! Meine Version hat sogar eine analoge und digitale Anzeige. Ich frage mich ja, ob das offiziell anerkannt wird - oder droht da etwa Gefahr, dass man einen Strafzettel kassiert? (Ich bin ohne Strafzettel davongekommen - aber ob gemalte Parkuhren gueltig sind, keine Ahnung!)

In Akureyri gibt es auch endlich mal wieder Buchlaeden und Cafes mit Wlan! Das nutze ich gleich mal, um dem Autovermieter von unserem Beifahrertuerproblem zu berichten. Der antwortet auch prompt und bietet uns an, dass er seinen Bekannten in Akureyri bitten kann sich das PRoblem anzuschauen. Das kling gut und so versuchen wir die Kontaktdaten herauszubekommen. Aber irgendwieueberschneidet sich alles und wir wuerden gerne weiterfahren und so entscheiden wir, dass wir die letzten 5 Tage auch noch weiter mit diesem Tuerproblem fahren koennen.

Wir cruisen also weiter auf der Ringstrasse, es geht etwas bergab und manchmal bergauf und es blaest ein ganz schoener Wind. Auf Radfahren haette ich an so einem Tag keinen Bock und ich bemitleide die Radler, die wir auf diesem Streckenabschnitt sehen. Und waehrend wir also so vor uns hintuckern, tut es aufeinmal einen lauten Knall und uns ist klar - irgendwas ist gerade am Auto kaputtgegangen! Meiner Meinung nach kann das nur ein Reifen sein, das ist am wahrscheinlichsten. Da habe ich ja gar keine Lust drauf. Ok, kein Seitenstreifen, also lasse ich es ausrollen und ziehe an der naechst besten Moeglichkeit raus, stelle das Auto ab und wandere um das Auto herum. Hmmm, alle Reifen sind ganz! Als naechstes schaue ich mal unter das Auto und verdammt nochmal, da sehe ich das Oel laufen. Wir sind mal wieder in der Mitte von nichts und haben eine Autopanne. Herzlichen Glueckwunsch. Und dazu ist es windig und kalt.


Ort des Geschehens

Zufaellig kommen auch gerade keine Autos vorbei. Also gut, wir entschliessen uns zu einem Haus in der Ferne zu rennen (uns ist kalt). Auf halbem Wege sehen wir einen junger Mann auf einem Traktor. Wir halten ihn an und erzaehlen von unserem Pech. Seine Antwort "Jauuuuu" (Form des Erstaunens). Er sagt er bringe schnell sein Traktor weg und komtm gleich mit seinem Auto zur Hilfe. Und das tut er auch. Wir fahren zu unserem UngluecksAuto, rollen es zur Seite, so dass es nicht den kompletten Weg versperrt und unser islaendischer Retter schaut mal unter die Motorhaube. Ein weiteres "Jauuuuuuu" ist zu hoeren und er haelt ein Stueck Metall (ein teil vom Motor) in der Hand. Er sieht ein, dass wir so nicht weiterkommen und bringt uns zu seinem Haus (und seiner Frau und Kinder), hier koennen wir mit dem Autovermieter reden und einen Plan fuer die naechsten Stunden aushecken. Ragnar, der Autovermieter, ist natuerlich nicht happy, aber er ist gleich auf Loesungssuche und schlaegt vor, dass er uns noch an diesem Abend ein Ersatzwagen bringt (er muss dafuer 400km pro Strecke fahren!) Seine erste Frage lautete "Seit ihr durch Wasser gefahren" - ich nehme mal an er meinte das nicht generell sondern gerade in diesem Augenblick als das Auto stehengeblieben ist. Also meine Antwort "Nein, wir sind so ziemlich die ganze Zeit heute nur Ringstrasse gefahren!"

Die Frau des Traktormann's hilft uns ein Quartier zu finden, telefoniert den Verfuegbarkeiten nach und bringt uns schliesslich mit allen Habseeligkeiten zu unserem Unterkunftsort!

Zufaelligerweise kommen wir in einer kleinen privaten Unterkunft unter, wo sich schon 4 Australier fuer diese Nacht einquatiert haben!

Gegen 23 Uhr erreicht uns Ragnar - mit einem Ersatzwagen auf dem Anhaenger. Er hat einen Grand Vitara fuer uns, der ist ne Nummer groesser als der Jimmy!

Wir springen in Ragnars Auto und losten ihn zum Pannenort, wo der Jimmy in einer kalten und windigen Nacht auf uns wartet. Dann ist handarbeit angesagt, wir schieben den Jimmy so gut es geht auf den Anhaenger (es geht nicht wirklich gut), den Rest erledigt Ragnar mit Gurten und Ratschen und seinen puren Kraeften. Die Gurt haben deutliche Gebrauchsspuren, beide Gurte (Zieh und Sicherungsgurt) sind halb durchgerissen und wir flehen unsere Schutzengel an ein Durchreissen zu vermeiden. Es dauert eine gute Weile bis der Jimmy auf dem Anhaenger steht und festgegurtet werden kann. Danke liebe Schutzengel!

Ragnar erzaehlt uns, dass er direkt von einer Beerdigung losgefahren ist, um zu uns zu kommen. Das macht mein schlechtes Gewissen, schon wieder in der Pampa abgeschleppt zu werden, nicht gerade besser. Es tut nicht besser ihm die problematische Tuer zu zeigen (die sich bei einer Holperfahrt verzogen hat und nicht mehr richtig oeffnen laesst).

Was ein Tag!

Montag, 13. Juli 2009

Bevor es auf der Route 1 nach Husavik geht, fahren wir nochmal ein paar Kilometer zurueck um uns die Ásbyrgi Schlucht anzuschauen.

Zuersteinmal laufen wir durch einen bezauberten Birkenwald. Man muss dazu sagen, dass es kaum Waelder gibt in Island, was etwas mit der aktiven Vulkanlandschaft / Bodenzusammensetzung aber auch mit Abholzung zu tun hat.


Birkenwald in der Ásbyrgi Schlucht

Auch zu sehen gibt es einen verwunschenen Teich, der Botnstjörn:



Nach der kleinen Entdeckungstour geht es weiter an der Nordkueste bis nach Husavik. In Husavik koennten wir eine Bootsfahrt raus zu den Walen machen, aber wir entscheiden uns nach Cafe & Kuchen zur Weiterfahrt. Unsere Wal-Eindruecke aus Kaikoura sind uns noch gut in Erinnerung.

Naechstes Ziel, der Myvatn See! Eines der begehrtesten Reiseziele und so haben wir wenig Hoffnung, dass wir noch eine Unterkunft fuer die Nacht finden. Trotzdem fragen wir mal nach und der Mann vom Touristen-Infozentrum klingt eigentlich ganz hoffnungsreich, er nennt un 2 - 3 Adressen bei deinen wir mal Nachfragen sollen. Wir steuern Unterkunft 1 auf der Liste an und man lacht uns eher aus bei der Frage "ob denn noch was frei ist", selbes gilt fuer die anderen 2 Unterkuenfte, obwohl am Campingplatz koennten wir ein Zelt und Isomatten mieten - fuer nicht gerade wenig Geld - aber unsere Schlafsaecke sind nicht wirklich tauglich fuer eine Nacht draussen. Naja, dann muessen wir schnell alle Sehenswuerdigkeiten in den naechsten Stunden anschauen und dann weiterfahren. Wohin die WEiterfahr langgeht muessen wir auch noch entscheiden. Zur Auswahl stehen, (a) weiter auf der Route 1 in Richtung Akureyri oder (b) durchs Inland zum Vulkan Askja.

Letzteres hoert sich echt sagenhaft toll an, aber bedeutet auch eine Menge Fahrerei unbefestigte Strasse und Flussdurchquerungen. Und erschwerend kommt hinzu, dass wir keine Unterkunft in der Myvatner Gegend finden koennen - die naechsten Uebernachtungsmoeglichkeiten liegen in der Gegenrichtung. Hinzukommt, dass die Wetteraussichten nicht wirklich gut sind. Wir entscheiden uns das Projekt Askja auf den naechsten Island Urlaub zu vertagen.

Aber nun erstmal die Myvatner Gegend erkunden und da geht es zuerstmal nach Krafla, zu Lavafeldern (teilweise noch warm), Krater, tuerkisen Kraterseen und blubbernden Schlammloechern! Hier koennte ich stundenlang herumwandern, es gibt soviel zu entdecken!









Nicht weit von Krafla entfernt ist ein weiteres geothermisch aktives Gebiet: Námafjall

Und es gibt noch mehr unglaubliche Dinge zu bestaunen wie zB ein Dampfender Huegel! Es ist echt unglaublich, wenn man bedenkt, dass das alles 24/7 aktiv sit und dass seit Jahren / Jahrzehnten / Jahrhunderten ...

Martin wollte erst gar nicht aus dem Auto - muede, kalt und genervt von der Beifahrertuer, die ja niht mehr richtig zu oeffnen ging, aber ich hielt es vor begeisterung gar nicht alleine aus! Das muss Martin auch sehen - live und aus der totalen Naehe!





Und dann geht es gleich weiter zum naechsten Programmpunkt: Die Badelagune von Myvatn! Sehr angenehm warm, und danach fuerlen wir uns so richtig kuschelig weich! Welch ein Aerger, dass wir noch weiterfahren muessen :( Eigentlich haben wir ja noch kaum was vom See gesehen. Gut, vielleicht ist das aufgrund der vorherrschenden Mueckenplage eine sehr gute Idee - moeglichst wenig am See zu sein. Aber einmal muss ich schon kurz anhalten und zum See herunterlaufen! Und was muss ich feststellen? Gar keine Muecken da! Eventuell schlafen die schon, oder es gibt gerade kein!

Wir probieren am naechstmoeglichen Hof ausserhalb von Myvatn unterzukommen, aber Pustekuchen! Ein Reisebus vor der Unterkunft ist immer ein schlechtes Zeichen. Etwas nervig, dass man erst ie Haupstrasse verlassen und einige km unbefestigte Strasse absolvieren muss, um zu erfragen, dass alles belegt ist. Warum koennen die kein Schild vor der abfahrt anbringen welches sagt: "Zimmer frei" oder "Belegt"?

Auch bei der naechsten Unterkunft haben wir kein Glueck. Ich stelle mich schonmal drauf ein, biss nach Akreyri weiterzufahren (gute 60 km). Aber wir haben noch Glueck, in Laugar hat ein Fosshotel noch 2 Einzelzimmer frei. Nagut, dann testen wir mal Fosshotel. Meine Praeferenz ist es nicht, aber besser als weiter durch die Gegend zu kurven. Ist auch schon spaet am Abend ...