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Samstag, 04. Juli 2009

Den Morgen haengen wir ein wenig in Santa Monica herum, fruestuecken, packen unsere Sachen und fahren zum Flughafen. Ersteinmal zur Mietwagenabgabe! Zugegeben sind wir ziemlich nervoes was uns denn bei der Wagenrueckgabe erwartet:

Wir sind uns so gar nicht sicher, ob und wieviel wir denn fuer unseren Unfall bezahlen muessen. Das ganze war bestimmt nicht billig, schonallein der Abschleppdienst der insgesamt mehr als 10 Stunden unterwegs war um unseren Unfallwagen abzuholen und einen Austauschwagen zu liefern. Die Versicherungsbedingungen vom Mietwagenverleih Foxrentacar sind so gar nicht durchsichtig und die Kommentare, die man bei der Internetrecherche so findet eher sehr negativ....

Und dann ist da ja noch die Sache mit dem kaputten Ventil am Austauschwagen.

Also, allen Mut zusammengepackt und Auto abgegeben. Kein Kommentar von niemanden. Ok, sie scheinen es nicht gemerkt zu haben, aber so will ich mich nicht davon schleichen. Klarheit muss auf den Tisch. Zuerste erwaehne ich mal das Ventil, aber die Jungs bei der Abgabe wollen davon nichts hoeren und schicken uns in Buero. Ok, also in die Schlange angestellt und dann nocheinmal. Offensives Herangehen ist meine Strategie. Zuerst erwaehne ich mal, dass wir ein Unfall hatten und dass ich gerne wissen will, ob es denn noch ausstehende Fragen gibt, da wir heute das Land verlassen. Bevor die Frau antworten kann fuege ich noch hinzu, dass wir ja einen Austauschwagen erhalten haben und das nach einem Tag schon die Reifendruckanzeige aufleuchtete und dass wir so schnell wie moeglich eine Tabkstelle zum Luftauffuellen aufgesucht haben und dass uns beim Aufdrehen des Stoepsels schon ein Stueck abgebrochenes Metall entgegengfallen ist. Da dieser Zusatnd nicht optimal war, haben wir die Tankstelle um Rat gefragt. Man hat uns zu eine Reperatur empfehlen und wir haben dies beheben lassen... Da dies nur eine Voruebergehende Loesung war (Quick Fix), wollen wir sie hiermit daraufhinweisen, nicht das der naechste Mieter dieses Wagens eine aehnliche Ueberraschung erlebt.

Die gute Frau fragte nach unser Reperaturrechnung, tippt ein wenig am PC herum und sagt, dass sie uns diesen Betrag zurueckerstattet hat! Wow, das hatte ich nicht erwartet. Auf diese 20 Dollar waere es uns gar nicht drauf angekommen - wir befuerchteten eher, dass wir die $175 bezahlen muessen, um das Ventilstueck richtig zu ersetzen... Fuer das Thema 'ausstehende Fragen / Kosten' bezueglich des Unfalls zog die nette Frau ihren Chef hinzu. Dieser ging mal fuer ein paar Minuten in sein Buero und bat uns kurz zu warten und erloeste uns mit der tollen Nachricht, dass alles geregelt sei!

Aechz, juchz, freu - Erloesung! Nun koennen wir das Land ohne Sorgen und weitere Kosten verlassen!


Alles gut gegangen bei der Fahrzeugabgabe!

Mit dem Shuttlebus geht es zum Terminal, von dem ich mir viel mehr erwartet hatte! In diesem Terminal (nach dem Check in) gibt es so ziemlich gar nichts zu tun. Ok, da bietet es sich natuerlich an endlich mal Postkarten zu schreiben - gesagt, getan - aber es gibt keine Moeglichkeit Briefmarken zu kaufen und auch die Briefe einzuwerfen (keine Briefkaesten!).

Um 16:30 fliegen wir los nach London. Ich frage mich ob man vom Flugzeug aus Feuerwerk sehen kann (immerhin haben wir den 04. Juli) und bis ueber den oestlichen Staedten von Amerika sind, koennte dort auch locker Feuerwerkszeit sein. Leider bittet uns die Flugzeugcrew die Blenden zu schliessen, mit dem Hinweis, dass wir nicht in der Lage sein werden Feuerwerk zu sehen. Schade...

Freitag, 03. Juli 2009

Wie kamen wir auf 29 Palms?
Ein Autor (Steven Amsterdam, der hier in Australien gerade einen Preis gewonnen hat) mit dem Martin befreundet ist, hatte uns einige Ideen fuer unsere USA Route aufgeschrieben. Darunter war auch 29 Palms:

The drive there won't be too exciting, but the town itself has
deadbeat hipster appeal. http://www.ci.twentynine-palms.ca.us/ It's
also the gateway, if I can use that term, to the ever-lovely Joshua
Tree National Park, which hopefully won't be too desert like at that
time. Lots of lovely short hikes there amid odd desert flora.

Nach einem maechtigen Fruehstueck im Cafe Carousel mit uebergrossen Portionen (und uebergewichtigen Cafe Besucher) geht's in den Joshua Tree National Park. Im Besucherzentrum stellt uns eine nette Frau eine wunderschoene Besuchsroute zusammen und kurz darauf fahren wir an lauter Joshua Baeumen vorbei.


Ein Joshua tree

Die Joshua trees sind eigentlich Yucca Palmen. Mormonische Siedler haben ihn Joshua Tree getauft, denn die einzigartige Form des Baums hat Sie an eine Geschichte in der Bibel erinnert, in der Joshua seine Arme zum Gebet in den Himmel streckt.

Es gibt aber nicht nur Yucca Palmen zu bestaunen sondern auch Kakteen, wie zB die Cholla Kakteen.


Cholla Kaktus

Endlich sehe ich also meine Kakteen. Habe ich doch schon den armen Martin die ganze Fahrt durch Arizona genervt, dass ich doch sooo gerne Kakteen sehen wuerde. Ich dachte die wachsen in Arizona einfach ueberall! Fuer den naechsten USA Besuch stehen sowieso einige Sachen auf meiner Wunschliste, die wir in den 2 Wochen nicht geschafft haben:
- New Mexico
- Organ Pipes National Monument - laut meinem Buch "The Guide to National Parks of the Southwest" gibt es dort unendlich viele, bezaubernd schoene Kakteen!

Zureck zum Joshua Tree NP, wir cruisen also noch ein wenig durch den Park und werden aufeinmal zu einer Vollbremsung gezwungen, weil ein unaufmerksamer Parkbesucher mit seinem Auto aus einer Parkbucht herausfaehrt ohne nach links und rechts zu schauen! Man, dass waer's echt gewesen: Nocheinmal einen Unfall mitten in der Wueste zu haben! Nein Danke!!!

Den Tag wollen wir in Los Angeles ausklingen lassen, denn von dort aus starten wir am Folgetag gen Island. Dazu muessen wir aber erstmal ein Stueck fahren, es geht ganz schoen den Berg herunter, vorbei an riesigen Windkraftanlagen und je naeher wir an Los Angeles heranreichen um so miserabler werden die Strassenverhaeltnisse. Viel Verkehr am Freitag abend, Schlagloecher, Spurrillen, kaum erkennbare Fahrbahnmarkierungen und heruntergehende Sonne machen diesen lezten Fahrtabschnitt zum Horror... Ich bin heilfroh als ich das Auto auf dem Parkplatz unserer letzten USA Unterkunft parken kann. Wir sind in Santa Monica gelandet...

Die Tagestrecke im Ueberlick:

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Donnerstag, 02. August 2009

Der Tag wird durch Fahren bestimmt - wir fahren nach California. Unterwegs halten wir in Williams und Kingman, beide Staedte liegen an der ehemaligen Route 66 und zeigen stolz die Ueberbleibsel aus der Aera. In Kingman schlendern wir noch ein wenig durch Antiquitaets Laeden und belohnen uns mit mexikanischem Essen. Soviel mexikanisches Essen wie in diesem USA Aufenthalt, habe ich noch nie verzehrt. Lecker!


Williams - Route 66


Kingman - Route 66

Unser Ziel ist '29 Palms', ein Ort der in den Bergen aber auch in einer Wueste liegt. Wir nehmen besonders die Wuestenbedingungen wahr. Es ist sehr heiss! Und wir suchen uns ein Motel mit Swimmingpool zum Abkuehlen!

Wir schlendern ein wenig die Hauptstrasse entlang und erkunden die naehere Umgebung. Die Haupstrasse sind wir zuvor bei der Unterkunftssuche schon abgefahren, sie ist sehr sehr lang und fuerht ueber mehrere Huegel in immer weiter Abschnitte von 29 Palms. Diese Haupstrasser ist so ziemlich das Zentrum, es gibt ab und zu noch ein paar Haeuserreihen hinter der Strasse. Irgendwie ist dieser Ort ziemlich 'weird' und so wundert es uns nicht, dass wir zum Abendessen in einem ziemlich netten und schicken franzoesischen Bistrot landen, ein Laden den man hier nicht erwarten wuerde! Wir lassen's uns schmecken an unserem vorletzen Abend in Amerika.


Mitten in 29 Palms

Die Tagesstrecke im Ueberblick:

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Mittwoch, 01. August 2009



Der Grand Canyon steht auf der Tagesordnung! Wir befuerchten lange Warteschlangen am Haupteingang des Parks, aber wir werden positiv ueberrascht: freie Fahrt aufs Gelaende des Nationalparks!

Das Auto wird erstmal abgestellt, um so schnell wie moeglich zum ersten Aussichtspunkt zu kommen, wir sind ja sehr neugierig, wie Atemberauebend es denn wird. Und dann stehen wir davor, vor dem Grand Canyon und sind schon gut beeindruckt. Leider ist die Sicht nicht ganz die klarste, denn in der Gegend werden Waelder zurueckgebrannt und der Rauch zieht zu uns herueber.



Wir entscheiden uns etwas am South Rim entlangzulaufen, bis es uns schliesslich zu warm wird. Mit dem Pendelbus wollen wir zum westlichen Aussichtspunkt 'Hermits Rest' fahren, aber die Warteschlange am Pendelbus ist nicht sehr ermutigend. SO nehmen wir den ueberfuellten Pendelbus zurueck zu unserem Auto, denn auch stehen wir auf einem Kurzzeitparkplatz - und unsere Parkzeit ist eher schon abgelaufen. Die Fahrt in dem Pendelbus dauert ewig und die Busfahrerin nervt tierisch mit ihren Ansagen und anderem Gebrabbel. Es gab aber auch ein Highlight auf dieser Busfahrt:



Weiter geht es im Auto in den oestlichen Teil des Parks, wo es erstens viel weniger Touristen gibt, zweitens man einen Ausblick auf den Colorado River im Canyon hat und es gibt auch einen Ein-/Ausgang der uns zurueck nach Flagstaff fuehrt. Waehrend wir die oestlichen Aussichtspunkte einen nach dem anderen abklappern, zieht ein Gewitter / Sturm auf. Mit leichtem Gedonner im Hintergrund schaffen wir aber unser Vorhaben trocken zu ueberstehen. Selbst den zusaetzlichen Stopp am Little Canyon, welcher hinter dem oestlichen Ausgang liegt, schaffen wir. Aber es stuermt gewaltig und man mag der Schlucht gar nicht so nahe kommen. Wieder umten im flachen Tal angekommen, muessen wir uns noch durch ein wenig Sandsturm kaempfen.

In der Nacht geniessen wir dann nocheinmal das tuuuutttteeeen saemtlicher Nachtzuege. Tuuuuutttt.


Schlechtes Wetter zieht heran


Little Canyon

Dienstag, 30. Juni 2009

Zurueck geht es nach Kayenta, erstmal um zu Fruehstuecken und als Gateway fuer das Monument Valley!

Wiedermal fahren wir durch unspektakulaeres (sagen wir vielleicht besser unscheinbares) Gebiet und wir fragen uns was denn nun bitte schoen kommen mag.


Fahrt zum Monument Valley

Und dann bezahlt man sein Eintritt am Kassenhaeuschen, fahrt noch ein wenig weiter und sieht das:


Monument Valley

Das Monument Valley ist bezaubernd, man fuehlt sich wie im Indianer / Westernfilm. Kein Wunder, denn die Landschaft diente als Kulisse fuer allerlei Filme.

Nach einer kleinen Aussichtspause geht es herunter ins Tal und wir schaukeln durch die Praeri (die Strecke ist unbefestigt und weist viele Unebenheiten hervor). Ich bin seht verlockt aufs Pferd umzusteigen, es gibt etliche Gelgenheiten dazu. Martin ist sogar nicht begeistert, er hat als Kind schlechte Erfahrungen mit Pferden gemacht und das Trauma nicht ueberwunden. Es ist viel zu heiss, um ihn ne halbe Stunde / Stunde allein im Auto zu lassen...


Drunten im Tal

Nachmittags geht es weiter nach Flagstaff, unserem Ausgangspunkt zum Grand Canyon. Unser Hotel liegt sehr zentral, aber leider auch sehr nah am Bahnhof und somit auch nah an der Zugstrecke und Bahnuebergaengen. Das Problem liegt darin, dass etliche Gueterverkehrszuege die Nacht durchfahren und ziemlich laut tuten, bevor sie Bahnuebergaenge erreichen. Der Reisefuehrer hat daraufhin gewiesen und so wussten wir was auf uns zukommt. Nagut, wir haetten Alternativ ausserhalb der Stadt wohnen koennen. Diesmal wollten wir aber gerne in Fussnaehe von Kneipen wohnen, nun wo wir mal wieder in einer groesseren Stadt (58 000 Einwohner) sind!


Vielleicht soll diese Schilderkombo bedeuten "Wollen Sie wirklich in der Naehe des Bahnhofs uebernachten?"


Flagstaff hat einiges in Sachen 'Schilder' zu bieten

In der Nacht haben wir dann tatsaechlich von Ohrenstoepseln gebrauch gemacht. Tuuuuuuttttt!

Die Tagestrecke im Ueberblick:

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Montag, 29. Juni 2009

Ein wunderschoener Morgen in Mancos, wir verabschieden uns von der Unterkunft und den suessen Katzenbabys, die hier ueberall herumlaufen.


Eine Herberge mit Katzen

Auf dem Tagesprogramm steht heute ein weiterer Nationalpark: Mesa Verde Nationalpark. Das ist spanisch und uebersetzt heisst es 'Gruener Tafelberg'. Und das passt sehr gut zum Aeusseren Erscheinungsbild des nationalparks.


Mesa Verde NP

Im 6. Jahrhundert wurde dieses Gebiet von den Anasazi besiedelt. Anfdang des 12. Jahrhunderts errichteten diese Felsbegausungen in den Steilhaengen der Schlucht. Diese Felsbehausungen kann man sich im Nationalpark aus der Naehe anschauen.

Wir schauen uns 2 Felsbehausungen an: Das Spruce Tree House und den Cliff Palace. In das erste kann man einfach so spazieren (natuerlich muss man eine Eintrittskarte fuer den Nationalpark vorher loesen, um ueberhaupt soweit zu kommen). Fuer den Cliff Palace muss man eine zusaetzliche Eintrittskarte erwerben und sich fuer eine Tour anmelden.


Der Cliff Palace aus der Ferne


Der Cliff Palace aus der Naehe

Abschliessend machen wir eine (spaete) Mittagspause in der Main St Brewery in Cortez. Dort trinkt Martin ein Über Pils ... Was es nicht alles gibt!

Unseren Wasservorrat muessen wir auch ein wenig aufstocken. Wir halten kurz in einem WalMart, wo es eine gut sortierte Waffenabteilung gibt... Immer wieder erschreckend sowas!

Danach wird fleissig Weitergefahren und zwar nach Kayenta, einem abgelegenem Oertchen zwischen Mesa Verda Nationalpark und Grand Canyon. In Kayenta selbst gibt es nichts, aber in der Umgebung gibt es Monument Valley, welches wir gerne am naechsten tag besuchen wollen. Das wollen natuerlich auch andere Touristen und so sind am Ende alle 3 Hotels in Kayenta ausgebucht (alle uebrigends ziemlich teuer)! Zum Glueck finden wir heraus, dass es noch eine weitere (von den Navajo betriebene) Unterkunft (Anasazi Inn) 10 Meilen weiter West, gibt. Dort kommen wir dann noch unter. Es ist auch ein wenig guenstiger!

Somit haben wir an diesem Tag auch einen weiteren Staat betreten: Arizona!

Unsere Tagsstrecke:

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Sonntag, 28. Juni 2009

Überglücklicher Start in den Tag dank einer leckeren 'Zimtschnecke' (noch warm) von einem Bäcker in Moab.


Meine Zimtschnecke & ich

Auf unserem Weg nach Mancos, sehen wir mal wieder unglaubliche Dinge. Das erste was wir so erleben an diesem Tag ist dass wir Colorado betreten! Die Landschaft wird etwas grüner, aber auch bergiger (Canyons und rote Felsbrocken lassen wir erstmal hinter uns). Erster Zwischenstopp ist in Telluride, einem beliebten Ski-Ferien-Ort in Colorado. Hier steigen wir auf eine Gondel um und cruisen mal (umsonst) den Berg hoch nach Mountain Village. Eine Mitfahrerin unserer Gondel erzählt uns, dass sie gerade hierher zieht, um einen Job an der Schule zu beginnen. Sie berichtete auch, dass Tom Cruise hier ein Haus hat und dass sie im Fernsehen (Oprah hat Tom und damals noch Frau Kidman in dem Haus besucht) davon gehört und gesehen hat und ihr das so gut gefallen hat, dass sie mit der Jobsuce begonnen hatte.


Telluride

Danach geht es durch schnuckelige Städtchen wir Ouray entlang des Million Dollar Highways nach Silverton und weiter ueber Silverton nach Durango, einer recht grossen Stadt. allerdings war uns hier irgendwie zuviel los, so dass wir hier nicht nach Unterkunft geschaut haben. Weiter ging es deshalb ein paar km weiter nach Mancos, wo wir ein ruhiges Quartier gefunden haben.


Fahrt durch Ouray


Mein Lieblingsberg 'Red Moutain' - der Million Dollar Highway fuerht an ihm vorbei


In Silverton kann man ein Gefaengnis mieten!

Samstag, 27. Juni 2009

Ausflug zum Canyonland Nationalpark und Arches Nationalpark.

Beide Nationalparks liegen unweit von Moab und werden an einem Tag von uns besucht. Schon alleine die Fahrt zum Canyonland NP ist sehr spektakulär (wenn man mal vom Highway abgefahren ist), so nehmen wir zahlreiche Aussichtspunkte auf dem Weg und in dem Park mit, an einigen der Stationen machen wir kleine Wanderungen. Auch davon wird man schon ganz schön müde.


Die Aussicht im Canyonland NP ist unglaublich


Blick durch die Mesa Arch




Die meiste Zeit verbringen wir in Canyonland, durch den Arches NP, hier gibt es die meisten "Arches" auf dem kleinstem Raum zu bestaunen, huddeln wir ein wenig. Man hätte da auch noch mehr Zeit verbringen können... Im Arches NP waren weitaus mehr Besucher als im Canyonland NP, aber wenn man ein wenig weitergewandert ist, als der Mainstream hat man doch auch ruhige Plätze gefunden.


Delicate Arch im Arches Nationalpark

Abends ging es dann sehr hungrig in die Moab Brewery, da könnten wir Stammgäste werden ;)

Freitag, 26. Juni 2009

Vor der Weiterfahrt geht es nochmal Hotelpool testen! Auf dem Weg dahin bemerken wir die Anzeige im Auto fuer ´Reifenluftdruck zu niedrig´. Auweia... Na, besser mal etwas aufpumpen. Also nach dem schwimmen zur Tanke, Deckel ab, Pumpe anzetzen und zack ist ein Stueck vom Ventil abgebrochen und wir koennen nichts mehr aufpumpen. Viel besser noch, wenn wir die Kappe draufsetzen kommt Luft aus dem Reifn!!! Oh nein!!

Zum Glueck hat die Tanke ne Werkstatt. Aber die Antwort klingt nicht toll. Das zu reparieren kostet ca 175 Dollar... Sie koennen da aber auch einen Quickfix anbieten. Sie raten zum Quickfix. Also gut, hoffen wir mal das das haelt. der Fix kostet 17 Dollar und dauert ne halbe Stunde. In der Zwischenzeit gehen wir Taschenpacken und was Fruehstueckn. Als wir zurueckkommen ist das Auto repariert, aber man uns nicht sagen wo es steht. Ja da muessen wir mal suchen gehen auf dem Tankstellengelaende. Generell hinterlassen die Angestellten einen etwas chaotischen Eindruck auf uns, und so sind wir froh, als wir der Tankstelle den Ruecken zu kehren. Die Reifenanzeige zeigte immer noch zu niedrigen Luftdruck an, aber der von der Werkstatt meinte, dass alles ok ist und sie den Luftdruck ueberall getestet haben. Wir wagen uns nicht die Reifen/ Ventile nochmals anzutasten. So fahren wir halt den Rest der Zeit mit zu niedrigem Luftdruck....


Das gute Stueck hat ausgedient

Unser Tagesziel ist Moab. Um dahinzukommen mueesen wir aber erstmal ganz viele Meilen fahren, teilweise durch stroemenden Regen (Hagel) und auf dem einen Pass liegt Schneematsche. Wenigstens waescht es den Dreck von der Dirt Road ab...

Aber man muss sagen, dass die Strecke zu einer der schoensten Strechen, die ich jemals gefahren bin, gehoert. Teilweise ist es echt schwierig sich auf das Fahren zu konzentrieren!


Die Strasse schlaengelt sich durch die Landschaft


Man kommt den Felsen ziemlich nah

Die Tagestour im Ueberbick:

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Donnerstag, 25. Juni 2009

Dem Bryce Canyon Nationalpark schliessen sich unzaehlige weitere Nationalparks an unter anderem der 'Escalante - Grand Staircase' (der eigentlich nicht als Nationalpark zaehlt sondern als National Monument). Dort steuern wir den Devil´s Garden an, wo es reisengrosse Hoodoos und andere Felsbrocken gibt. Diesmal nicht pink sondern wieder rot.


Devils Garden

Nach ner kleinen Staerkung geht es in den Kodachrome Basin Statepark. Dort wandern wir den Panorama Loop Trail und sehen weitere unglaubliche Steinformationen u.a. sehen sie Haus wie Haeuser mit Schornstein.


Kodachrome NP

Ganz in der Naehe gibt es noch eine tolle Felsformation zu betrachten, die Grosvenor Arch, dazu muessen wir aber erstmal 11 Meilen Dirt Road fahren und zwar mit ganz fiesen Schlagloechern drin. Gut, das Warnschild am Anfang der Strecke sagt, dass ein 'High Clearance' Fahrzeug dringend empfohlen wird, aber wir haben ja einen Jeep. Aber nach dem Unfall fuehle ich mich schon etwas unter druck gesetzt das Auto bloss wieder heil herauszubringen, ich will ja nicht schon am 2. Tag wieder den Abschleppwagen bestellen ;)


Der Doppelbogen der Grosvenor Arch

Mittwoch, 24. Juni 2009

Ab 9.30 sitzen wir an der Unfallstelle in Tana und Dave´s Truck, der uns Schatten spendet, und warten auf den Mann der uns mit einem neuen Auto versorgt und das Kaputte aufgabelt. Etwas Ungewissheit, ob der uns ueberhaupt findet bzw wie lange er fuer die Strecke braucht (ist er wirklich um 5 Uhr in der frueh losgefahren???)


Warten auf den Abschleppwagen

Um 10.45 ist der Austauschwagen in Sichtweite. Juchuuu, endlich koennen wir weiter!!! 'Ganz schoen weit weg' bemerkt der Fahrer. Jaa, unglaublich das man in so einer wening befahrenen Strasse einen Unfall haben kann, denke ich mir die ganze Zeit waehrend wir in der Pampa warten.


Der 'Alte' wird abgeholt

Der neue ist auch ein Jeep Patriot :( Wieder nichts spritarmes. Immerhin hat dieser Zentralverriegelung, Cruise Control und elektrische Fensterheber.

So, in Baker geht es dann nochmal zum Baecker, dann aber endlich Abschiednehmen von Baker! Und wir sind 'On the road again'! Naechstes Ziel: Bryce Canyon. Wir betreten damit einen neuen Staat, naemlich Utah.


On the road again

Erst fahren wir wieder von einem wunderschoenen Tal zum naechsten und ab Panguitch geht es dann los mit den grossen Felsen. Gross und rot erscheint der Red Canyon und wir fuehlen uns stark an Australien erinnert. Kurz darauf sind wir in Bryce Canyon City wo wir uns fuer 2 Naechte einquatieren.


Red canyon

Nachdem die Unterkunft geregelt ist geht es weiter in den Bryce Canyon Nationalpark, zum Sunsetpoint. Wow! Das Bryce Amphitheater mit seinen unzaehlbaren pinken Hoodoos (Felsnadeln) ist unglaublich beeindruckend! Da muessen wir doch gleich mal herunterwandern.


Bryce Canyon


Wir spazieren im Canyon herum

Am Abend testen wir noch den Hotelpool. Einen Spaziergang im Supermarkt macht uns aufmerksam, dass wir ja im Mormonenstaat nr 1 sind. Und zwar entdecken wir ein bier namens 'Polygamie' mit dem Untertitel 'why just have one?'


Sonnenuntergang von unserer Unterkunft aus beobachtet

Tagestour im Ueberblick:

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Dienstag, 23. Juni 2009

Nach soviel fahren, wie an den letzten Tagen, soll es mal eine kuerzere Tagesroute werden und dafuer mal ein wenig Wandern. In der naehe von Ely gibt es den Great Basin Nationalpark, dass hoert sich sehr gut an!

Auf der ca 1h Fahrt durchqueren wir mal wieder wunderschoene Taeler! Man koennte staendig anhalten und fotografieren!


Wegimpression

Und dann passiert die folgende Geschicht:
Wir sind auf dem letzen Abschnitt der Strecke ca 500 m vor dem Besucherzentrum, da sehe ich einen Wagen mit Anhaenger (landwirtschaftliches Fahrzeug) vor uns kriechen. Man sieht Bremslichter, man sieht niemanden vornedran fahren, das Auto steht irgendwie auf der Fahrbahn, also nach dem Abbremsen und umschauen entschliesse ich mich zum Ueberholen anzusetzen, die Gegenspur ist auch frei und keine durchgezogenen Linien, die das untersagen. Also herausgeschert und vorbei bzw auf halber Strecke zieht das andere Fahrzeug auf die linke Spur (will in eine Hofeinfahrt herein) ohne zu blinken. Crash, boom, bang, da ist es passiert, er hat uns erwischt!

Es gibt keinerlei verletzte, aber unser Auto ist fahrtuntauglich. Der Vorderreifen ist platt, blechschaden und hier und da hat sich was verzogen. Klasse!
Der Fahrer des Trucks mit Pferdeanhanger ist ein 90 Jaehriger Cowboy, der schlecht sehen und hoeren kann. Was hat der eigentlich hinterm Steuer zu suchen? Da stehen wir nun mitten in der Praeri, kein anderes Auto weit und breit, niemand anderes zu sehen - kaum zu glauben, dass wir es geschafft haben gerade hier ein Unfall zu bauen.


Der ist hin...


Wie kann man hier nur ein Unfall haben - hier fahren ja gar keine Autos

Irgendwann kommt dann dochmal ein Auto vorbei, das mich zum Visitor Information Zentrum faehrt, um die Polizei zu holen. Handyempfang ist naemlich nicht. Im Infozentrum wusste man gleich wer der Unfallgegner ist und es wurde getuschelt, wie alt er denn nun mittlerweile ist und wieso er denn ueberhaupt noch faehrt etc. Die Polizei wird also gerufen, allerdings gibt es in diesem Ort keinen Beamten. Es gab wohl mal einen Sheriff, der fuer die Gegend zustaendig war, nun muss jemand aus Ely kommen, was dann mal so ca 1 h dauert...

Ich renne dann wieder zurueck zum Unfallort, und wir warten. Zwischendurch kommen mal ein paar Ortsansessige vorebi, die alle sehr hilfsbereit sind. U.a. Dave, der Arbeitgeber und Nachbar von Leigh dem Unfall-Cowboy, der hilft alles zu regeln. Er stellt auch fest, dass der ferdeanhaenger gar nicht mit dem Truck verkabelt war und man so keine Chance hatte Brems oder Blinklichert zu sehen! Dann kommt endlich der Mann von der Highway Patrol und nimmt alles auf. Er will sich vorort aber nicht entscheiden, wer im Recht oder Unrecht ist. Das moechte er nit seinem vorgesetzten im Buero bereden. Da bin ich mal gespannt, ich bin mir ja nicht wirklich einer Schuld bewusst.

Dave laed uns zu sich nach Hause ein, um in Ruhe alles zu Regeln (vor allem mit dem Mietautoverleih). Mit dem kaputten Auto kommen wir eh nicht weit und ohne Netzempfang auch nicht.

Martin uebernimmt den Job 'Autovermietung' anzurufen. Irgendwie lustig ist der Abschnitt ihnen zu erklaeren wo wir denn Steckengeblieben sind. Dave´s Frau Tana hilft uns dabei. Also 5 Std von Las Vegas und 4.5 Stunden von Salt Lake City entfernt. Nein, hier in Baker gibt es keine Verleihfirma (Baker hat 50 Einwohner). Es gibt auch nicht wirklich Strassen Adressen hier....

Nach Stunden des Erklaerens und Beratschlagens lautet der Plan: Um 5 Uhr morgends will sich jemand von der Verleihstation in Las Vegase mit nem Austauschfahrzeug und einem Pick-up Wagens auf den Weg machen um dann um 10 Uhr bei uns zu sein. WOW! Wir wollen gar nicht drueber nachdenken ob die wohl einiger der Kosten auf uns abwaelzen werden. Denn beim nochmaligen Durchlesen des Mietvertrages ist alles doch sehr schwammig ausgedrueckt...

Tana und Dave bieten uns an bei ihnen die Nacht zu vebringen und sie bieten uns ein Auto an, mit dem wir noch ein wenig den Nationalpark anschauen koennen. Wow, so eine Gastfreundschaft un ein Vertrauen, ich habe doch gerade erst ein Auto zu Schrott gefahren und er ist der Besitzer des Autos des Unfallgegners.


Tana und Dave's Schiff aehhhh Auto

Spaetanachmittags machen wir uns dann auf in den Great Basin Nationalpark. Wir fahren bergauf einer Scenic Route bis auf 10 000 Fuss und unternehmen noch eine kleine Wanderung zu uralten Baeumen: Bristlecones, einige von ihnen sind fast 5000 Jahre alt!


Great Basin Nationalpark


Bristlecone Pine


Lake Teresa

Abends schnacken wir noch eine Runde mit Tana und Dave, die hier in Baker eine Rinderfarm in der 3. Generation betreiben. Unsere Weineinkaeufe von dem Ausflug ins Nappa Valley schenken wir ihnen zum dank ihrer grandiosen Gastfreundschaft.

Montag, 22. Juni 2009

Nach einem Schwimmerchen im Hotelpool geht es weiter auf Achse. Wir fahrem durch Nevada (Reno liegt in Nevada). Insgesamt schaffen wir um die 320 Meilen, was so 515 km sind. Tagesziel ist Ely.

Die meiste Zeit fahren wir entlang dem Highway 50, der einsamsten Strasse in Amerika ('the loneliest road in america'), wie es auf Werbetafeln, T-Shirts und anderen Accessoires heisst.


Die Einsamkeit des Highway 50


Die 50 fuehrt auch am Ponyexpress entlang
http://www.ponyexpressnevada.com/


Und tatsechich, es gibt nur kleine Ortschaften hin und wieder und somit auch sehr wenige Tankstellen, was wir dann auch mal zu spueren bekommen mit einer aufleuchtenden Tankanzeige 25 Meilen vor der naechtgelegenen Tankstelle. Da stellt sich natuerlich die Frage, wie gross ist eigentlich unser Tank und wie viel Sprit verbraucht das Auto und das mal nicht mit Litern gerechnet sondern mit Gallonen (gut, die Umrechung von Gallonen in Litern ist noch die einfachste Aufgabe). Was bleibt uns schon uebrig ausser hoffen und bangen und moeglichst verbrauchsarm zu fahren... Warum muss es dann aufeinmal auch noch bergauf gehen. Gut, es hat am Ende irgendwie gereicht und seit diesem Tag an tanke ich auch einen halbvollen Tank auf, wenn es auf der Strassenkarte irgendwie nach einer laengeren Strecke ausschaut.


Ab und zu mal sieht man mal wieder Zivilisation

Ansonsten lieben wir die Landschaft, die wir auf der heutigen Strecke zu bestaunen haben. Immer wieder werden wir mit anderen Eindruecken besegnet, es geht von einem Tal ins naechste. Was fuer ein verdammt grosses Land und wie verdammt duenn besiedelt es doch in einigen Staaten ist. Das sollte ich natuerlich von Australien her schon kennen, aber vielleicht liegt es daran, dass ich in Australien noch nicht solche langen Strecken - tagelang - gefahren bin...


Weite Taeler

Auch in Ely gibt es Spielcasinos, aber nicht in so einem Uebermass wie in Reno. Ausserdem in Ely gibt es einen Mexikaner bei dem wir uns satt essen (und bei dem das Koerbchen mit frischgebackenen Nachos immer aufegfuellt wird...). Pappsatt geht es ins Bett.


Western Hospitality in Ely

Tagesroute im Ueberblick:

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