Montag, 06. Juli 2009

An die Helligkeit in der Nacht muss man sich erstmal gewoehnen, die weissen Jalousien in unserer Unterkunft dunkeln den Raum aber auch nicht wirklich ab. Jetzt weiss ich auch warum Heike und Jan mir diese Schlafbrille geschenkt haben!

Aber die Muedigkeit macht's moeglich und so Schlummern wir durch bis 14 Uhr! Na, jetzt aber mal los! Die Sonne lacht und die Temperaturen laden dazu ein das Haus kurzaermlig zu verlassen.

Wir schlappen mal einfach in irgendeine Richtung los und landen am Hafen.



Weiter geht es in die Einkaufstrassen Austurstræti, Hafnarstraeti und Skólavörðustíg. Es gibt einige nette Cafes, die sehr einladend aussehen. Und tollerweise kann man in all den Cafes kostenlos WLAN nutzen.

Ziemlich spaet am Abend machen wir uns nochmal auf einen kleinen Spaziergang um den Block - wir muessen ja wieder muede werden!


Kurz vor Mitternacht - es ist immernoch hell :)

Auch in dieser Stunde unterwegs, sind einige Flugzeuge (Inlandsfluege), die in Reykjavik landen. Der Flughafen fuer Inlandsfluege ist ziemlich nah am Zentrum (in Reykjavik), alle Flugzeuge aus dem Ausland landen auf dem 48 km westlich von Reykjavik gelegenem Flughafen in Keflavik.






Sonntag, 05. Juli 2009

Wir landen in London Heathrow um 11 Uhr. Der Landeanflug und die Schleifen gingen ueber Downtown London, man konnte einiges aus der Luft anschauen:



Unser Anschlussflug nach Keflavik (Island) stand erst um 21.10 auf dem Programm, so gabe es einiges an Zeit zu ueberbruecken. Wir nutzten die Zeit um nach London hereinzufahren und uns mit Iris (einer ehemaligen Arbeitskollegin aus Muenchen) zu treffen. Ungluecklicherweise waren genau an diesem Wochenende einige U-Bahn Linien ausser Betrieb genommen, dazu kam noch ein Personenschaden auf einer Hauptroute,... So war es recht schweisstreibend zum vereinbarten treffpunkt zu gelangen. Irgendwann setzte dann noch der Schlafmangel und Jetlag ein, so landeten wir dann bei Iris und Christian im Wohnzimmer und schauten uns das Wimbeldon Finale an. Roddick und Federer schafften es aber so lange zu spielen (16:14 fuer Federer im 5. Satz), dass wir uns ohne zu wissen wer der Sieger ist, auf dem Weg zum Flughafen machten mussen.

Dann war es irgendwann soweit, das Flugzeug hob ab nach Island! Ein voellig neues Kapitel wartet auf uns! Wie kalt es wohl werden wird?? Aber erstmal 3 Stunden Flug - also 3 Stunden Schlafen. 23.10 (Ortszeit) landen wir in Keflavik. Bis wir aus dem Flughafen draussen sind ist es fast Mitternacht, was gar nicht auffaellt, denn in diesen Tagen wird es in Island nicht dunkel! Es ist grau und es nieselt leicht. Wir suchen uns den Bus nach Reykjavik und fahren eine gute Stunde durch die Nacht. Bis wir in unserem Zimmer im Guesthouse sind ist es fast 2 Uhr frueh. Hundemuede geht es ins Bett... Welch ein langer Tag bzw ein lange Reise es bis hier hin war.

Samstag, 04. Juli 2009

Den Morgen haengen wir ein wenig in Santa Monica herum, fruestuecken, packen unsere Sachen und fahren zum Flughafen. Ersteinmal zur Mietwagenabgabe! Zugegeben sind wir ziemlich nervoes was uns denn bei der Wagenrueckgabe erwartet:

Wir sind uns so gar nicht sicher, ob und wieviel wir denn fuer unseren Unfall bezahlen muessen. Das ganze war bestimmt nicht billig, schonallein der Abschleppdienst der insgesamt mehr als 10 Stunden unterwegs war um unseren Unfallwagen abzuholen und einen Austauschwagen zu liefern. Die Versicherungsbedingungen vom Mietwagenverleih Foxrentacar sind so gar nicht durchsichtig und die Kommentare, die man bei der Internetrecherche so findet eher sehr negativ....

Und dann ist da ja noch die Sache mit dem kaputten Ventil am Austauschwagen.

Also, allen Mut zusammengepackt und Auto abgegeben. Kein Kommentar von niemanden. Ok, sie scheinen es nicht gemerkt zu haben, aber so will ich mich nicht davon schleichen. Klarheit muss auf den Tisch. Zuerste erwaehne ich mal das Ventil, aber die Jungs bei der Abgabe wollen davon nichts hoeren und schicken uns in Buero. Ok, also in die Schlange angestellt und dann nocheinmal. Offensives Herangehen ist meine Strategie. Zuerst erwaehne ich mal, dass wir ein Unfall hatten und dass ich gerne wissen will, ob es denn noch ausstehende Fragen gibt, da wir heute das Land verlassen. Bevor die Frau antworten kann fuege ich noch hinzu, dass wir ja einen Austauschwagen erhalten haben und das nach einem Tag schon die Reifendruckanzeige aufleuchtete und dass wir so schnell wie moeglich eine Tabkstelle zum Luftauffuellen aufgesucht haben und dass uns beim Aufdrehen des Stoepsels schon ein Stueck abgebrochenes Metall entgegengfallen ist. Da dieser Zusatnd nicht optimal war, haben wir die Tankstelle um Rat gefragt. Man hat uns zu eine Reperatur empfehlen und wir haben dies beheben lassen... Da dies nur eine Voruebergehende Loesung war (Quick Fix), wollen wir sie hiermit daraufhinweisen, nicht das der naechste Mieter dieses Wagens eine aehnliche Ueberraschung erlebt.

Die gute Frau fragte nach unser Reperaturrechnung, tippt ein wenig am PC herum und sagt, dass sie uns diesen Betrag zurueckerstattet hat! Wow, das hatte ich nicht erwartet. Auf diese 20 Dollar waere es uns gar nicht drauf angekommen - wir befuerchteten eher, dass wir die $175 bezahlen muessen, um das Ventilstueck richtig zu ersetzen... Fuer das Thema 'ausstehende Fragen / Kosten' bezueglich des Unfalls zog die nette Frau ihren Chef hinzu. Dieser ging mal fuer ein paar Minuten in sein Buero und bat uns kurz zu warten und erloeste uns mit der tollen Nachricht, dass alles geregelt sei!

Aechz, juchz, freu - Erloesung! Nun koennen wir das Land ohne Sorgen und weitere Kosten verlassen!


Alles gut gegangen bei der Fahrzeugabgabe!

Mit dem Shuttlebus geht es zum Terminal, von dem ich mir viel mehr erwartet hatte! In diesem Terminal (nach dem Check in) gibt es so ziemlich gar nichts zu tun. Ok, da bietet es sich natuerlich an endlich mal Postkarten zu schreiben - gesagt, getan - aber es gibt keine Moeglichkeit Briefmarken zu kaufen und auch die Briefe einzuwerfen (keine Briefkaesten!).

Um 16:30 fliegen wir los nach London. Ich frage mich ob man vom Flugzeug aus Feuerwerk sehen kann (immerhin haben wir den 04. Juli) und bis ueber den oestlichen Staedten von Amerika sind, koennte dort auch locker Feuerwerkszeit sein. Leider bittet uns die Flugzeugcrew die Blenden zu schliessen, mit dem Hinweis, dass wir nicht in der Lage sein werden Feuerwerk zu sehen. Schade...

Freitag, 03. Juli 2009

Wie kamen wir auf 29 Palms?
Ein Autor (Steven Amsterdam, der hier in Australien gerade einen Preis gewonnen hat) mit dem Martin befreundet ist, hatte uns einige Ideen fuer unsere USA Route aufgeschrieben. Darunter war auch 29 Palms:

The drive there won't be too exciting, but the town itself has
deadbeat hipster appeal. http://www.ci.twentynine-palms.ca.us/ It's
also the gateway, if I can use that term, to the ever-lovely Joshua
Tree National Park, which hopefully won't be too desert like at that
time. Lots of lovely short hikes there amid odd desert flora.

Nach einem maechtigen Fruehstueck im Cafe Carousel mit uebergrossen Portionen (und uebergewichtigen Cafe Besucher) geht's in den Joshua Tree National Park. Im Besucherzentrum stellt uns eine nette Frau eine wunderschoene Besuchsroute zusammen und kurz darauf fahren wir an lauter Joshua Baeumen vorbei.


Ein Joshua tree

Die Joshua trees sind eigentlich Yucca Palmen. Mormonische Siedler haben ihn Joshua Tree getauft, denn die einzigartige Form des Baums hat Sie an eine Geschichte in der Bibel erinnert, in der Joshua seine Arme zum Gebet in den Himmel streckt.

Es gibt aber nicht nur Yucca Palmen zu bestaunen sondern auch Kakteen, wie zB die Cholla Kakteen.


Cholla Kaktus

Endlich sehe ich also meine Kakteen. Habe ich doch schon den armen Martin die ganze Fahrt durch Arizona genervt, dass ich doch sooo gerne Kakteen sehen wuerde. Ich dachte die wachsen in Arizona einfach ueberall! Fuer den naechsten USA Besuch stehen sowieso einige Sachen auf meiner Wunschliste, die wir in den 2 Wochen nicht geschafft haben:
- New Mexico
- Organ Pipes National Monument - laut meinem Buch "The Guide to National Parks of the Southwest" gibt es dort unendlich viele, bezaubernd schoene Kakteen!

Zureck zum Joshua Tree NP, wir cruisen also noch ein wenig durch den Park und werden aufeinmal zu einer Vollbremsung gezwungen, weil ein unaufmerksamer Parkbesucher mit seinem Auto aus einer Parkbucht herausfaehrt ohne nach links und rechts zu schauen! Man, dass waer's echt gewesen: Nocheinmal einen Unfall mitten in der Wueste zu haben! Nein Danke!!!

Den Tag wollen wir in Los Angeles ausklingen lassen, denn von dort aus starten wir am Folgetag gen Island. Dazu muessen wir aber erstmal ein Stueck fahren, es geht ganz schoen den Berg herunter, vorbei an riesigen Windkraftanlagen und je naeher wir an Los Angeles heranreichen um so miserabler werden die Strassenverhaeltnisse. Viel Verkehr am Freitag abend, Schlagloecher, Spurrillen, kaum erkennbare Fahrbahnmarkierungen und heruntergehende Sonne machen diesen lezten Fahrtabschnitt zum Horror... Ich bin heilfroh als ich das Auto auf dem Parkplatz unserer letzten USA Unterkunft parken kann. Wir sind in Santa Monica gelandet...

Die Tagestrecke im Ueberlick:

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Donnerstag, 02. August 2009

Der Tag wird durch Fahren bestimmt - wir fahren nach California. Unterwegs halten wir in Williams und Kingman, beide Staedte liegen an der ehemaligen Route 66 und zeigen stolz die Ueberbleibsel aus der Aera. In Kingman schlendern wir noch ein wenig durch Antiquitaets Laeden und belohnen uns mit mexikanischem Essen. Soviel mexikanisches Essen wie in diesem USA Aufenthalt, habe ich noch nie verzehrt. Lecker!


Williams - Route 66


Kingman - Route 66

Unser Ziel ist '29 Palms', ein Ort der in den Bergen aber auch in einer Wueste liegt. Wir nehmen besonders die Wuestenbedingungen wahr. Es ist sehr heiss! Und wir suchen uns ein Motel mit Swimmingpool zum Abkuehlen!

Wir schlendern ein wenig die Hauptstrasse entlang und erkunden die naehere Umgebung. Die Haupstrasse sind wir zuvor bei der Unterkunftssuche schon abgefahren, sie ist sehr sehr lang und fuerht ueber mehrere Huegel in immer weiter Abschnitte von 29 Palms. Diese Haupstrasser ist so ziemlich das Zentrum, es gibt ab und zu noch ein paar Haeuserreihen hinter der Strasse. Irgendwie ist dieser Ort ziemlich 'weird' und so wundert es uns nicht, dass wir zum Abendessen in einem ziemlich netten und schicken franzoesischen Bistrot landen, ein Laden den man hier nicht erwarten wuerde! Wir lassen's uns schmecken an unserem vorletzen Abend in Amerika.


Mitten in 29 Palms

Die Tagesstrecke im Ueberblick:

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Mittwoch, 01. August 2009



Der Grand Canyon steht auf der Tagesordnung! Wir befuerchten lange Warteschlangen am Haupteingang des Parks, aber wir werden positiv ueberrascht: freie Fahrt aufs Gelaende des Nationalparks!

Das Auto wird erstmal abgestellt, um so schnell wie moeglich zum ersten Aussichtspunkt zu kommen, wir sind ja sehr neugierig, wie Atemberauebend es denn wird. Und dann stehen wir davor, vor dem Grand Canyon und sind schon gut beeindruckt. Leider ist die Sicht nicht ganz die klarste, denn in der Gegend werden Waelder zurueckgebrannt und der Rauch zieht zu uns herueber.



Wir entscheiden uns etwas am South Rim entlangzulaufen, bis es uns schliesslich zu warm wird. Mit dem Pendelbus wollen wir zum westlichen Aussichtspunkt 'Hermits Rest' fahren, aber die Warteschlange am Pendelbus ist nicht sehr ermutigend. SO nehmen wir den ueberfuellten Pendelbus zurueck zu unserem Auto, denn auch stehen wir auf einem Kurzzeitparkplatz - und unsere Parkzeit ist eher schon abgelaufen. Die Fahrt in dem Pendelbus dauert ewig und die Busfahrerin nervt tierisch mit ihren Ansagen und anderem Gebrabbel. Es gab aber auch ein Highlight auf dieser Busfahrt:



Weiter geht es im Auto in den oestlichen Teil des Parks, wo es erstens viel weniger Touristen gibt, zweitens man einen Ausblick auf den Colorado River im Canyon hat und es gibt auch einen Ein-/Ausgang der uns zurueck nach Flagstaff fuehrt. Waehrend wir die oestlichen Aussichtspunkte einen nach dem anderen abklappern, zieht ein Gewitter / Sturm auf. Mit leichtem Gedonner im Hintergrund schaffen wir aber unser Vorhaben trocken zu ueberstehen. Selbst den zusaetzlichen Stopp am Little Canyon, welcher hinter dem oestlichen Ausgang liegt, schaffen wir. Aber es stuermt gewaltig und man mag der Schlucht gar nicht so nahe kommen. Wieder umten im flachen Tal angekommen, muessen wir uns noch durch ein wenig Sandsturm kaempfen.

In der Nacht geniessen wir dann nocheinmal das tuuuutttteeeen saemtlicher Nachtzuege. Tuuuuutttt.


Schlechtes Wetter zieht heran


Little Canyon

Dienstag, 30. Juni 2009

Zurueck geht es nach Kayenta, erstmal um zu Fruehstuecken und als Gateway fuer das Monument Valley!

Wiedermal fahren wir durch unspektakulaeres (sagen wir vielleicht besser unscheinbares) Gebiet und wir fragen uns was denn nun bitte schoen kommen mag.


Fahrt zum Monument Valley

Und dann bezahlt man sein Eintritt am Kassenhaeuschen, fahrt noch ein wenig weiter und sieht das:


Monument Valley

Das Monument Valley ist bezaubernd, man fuehlt sich wie im Indianer / Westernfilm. Kein Wunder, denn die Landschaft diente als Kulisse fuer allerlei Filme.

Nach einer kleinen Aussichtspause geht es herunter ins Tal und wir schaukeln durch die Praeri (die Strecke ist unbefestigt und weist viele Unebenheiten hervor). Ich bin seht verlockt aufs Pferd umzusteigen, es gibt etliche Gelgenheiten dazu. Martin ist sogar nicht begeistert, er hat als Kind schlechte Erfahrungen mit Pferden gemacht und das Trauma nicht ueberwunden. Es ist viel zu heiss, um ihn ne halbe Stunde / Stunde allein im Auto zu lassen...


Drunten im Tal

Nachmittags geht es weiter nach Flagstaff, unserem Ausgangspunkt zum Grand Canyon. Unser Hotel liegt sehr zentral, aber leider auch sehr nah am Bahnhof und somit auch nah an der Zugstrecke und Bahnuebergaengen. Das Problem liegt darin, dass etliche Gueterverkehrszuege die Nacht durchfahren und ziemlich laut tuten, bevor sie Bahnuebergaenge erreichen. Der Reisefuehrer hat daraufhin gewiesen und so wussten wir was auf uns zukommt. Nagut, wir haetten Alternativ ausserhalb der Stadt wohnen koennen. Diesmal wollten wir aber gerne in Fussnaehe von Kneipen wohnen, nun wo wir mal wieder in einer groesseren Stadt (58 000 Einwohner) sind!


Vielleicht soll diese Schilderkombo bedeuten "Wollen Sie wirklich in der Naehe des Bahnhofs uebernachten?"


Flagstaff hat einiges in Sachen 'Schilder' zu bieten

In der Nacht haben wir dann tatsaechlich von Ohrenstoepseln gebrauch gemacht. Tuuuuuuttttt!

Die Tagestrecke im Ueberblick:

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